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Theorie

In der Schule waren Dezibel, dB(A) und Schreckgeräte nie ein Thema. Das Dezibel beruht auf dem Zehnerlogarithmus. Oft weiss man nach der Schule nicht einmal was mit einem Zehnerlogarithmus gemeint ist. Wer hätte es gewusst? Von 100 dB auf 110 dB sind es nicht 10% mehr Schallenergie, sondern 900% mehr. Die Schmerzgrenze ist nicht ein konstanter Wert von 130 dB(A) sondern hat für jede Frequenz ihren eigenen dB Wert. Wenn Behörden und Versicherungen mit dB(A) die Gefahr von Hörschäden vorrechnen hat dies einen Fehler von 50 dB* zur Folge. Die als ungefährlich deklarierten Hörzeiten müsste man durch 100'000 dividieren. Aus Stunden werden Sekundenbruchteile:
* Es sind drei Fehler die sich zu insgesamt 50 dB summieren. Die Summanden sind hinter den Kapiteln in Klammern aufgeführt.

Schreckgeräte sind ungefährlich weil die verantwortlichen Stellen sagen Schreckgeräte seien ungefährlich. Niemand muss diesen Theorieblock durcharbeiten. Aber es hilft, wenn jedermann das tun könnte. Vieles ist Mathematik und oder Physik. Beides ist oft unbeliebt, aber beides ist unbestechlich und überprüfbar. Man kann durch mathematisch und physikalisch Gesetzmässigkeiten aufzeigen, wieso Schreckgeräte schwerhörig für Schreckgeräte machen! Und es stimmt mit den experimentellen Ergebnissen aus einer Zeit überein, wo es noch keine Tierschreckgeräte gab und Vertuschungsversuche noch unnötig waren.

Innenohr
Der Ort wo die Hörschäden entstehen. Im Innenohr hat jede Frequenz ihren eigenen Empfangsbereich. Wir können Sprache und Musik normal hören und dabei nicht bemerken, dass wir für einzelne Töne bereits schwerhörig oder sogar taub sind.

Beschleunigung
Es ist nicht egal mit welcher Geschwindigkeit ein Auto in einen Baum fährt. Genau gleich wie der Bremsweg im Quadrat zur Geschwindigkeit zunimmt, nimmt auch die Bremskraft am Baum im Quadrat zur Geschwindigkeit zu. Bei Frequenz ist es noch eine Stufe höher. Doppelte Frequenz bedeutet achtfache Belastung, zehnfache Frequenz bedeutet tausendfache Belastung.

Reichweite von Schall
Egal wieviel Dezibel, gleich viel Dezibel sind bei jeder Frequenz auch gleich viel Schallenergie. Von der Schallenergie die ins Ohr reinkommt nehmen die Flimmerhärchen jedoch nur einen kleinen Bruchteil auf. Mit zunehmender Frequenz wird dieser Bruchteil immer grösser. Die unterschiedlichen Reichweiten von tiefen und hohen Tönen ist der beste "Verbündete" um die unterschiedliche Belastung bei tiefen und hohen Frequenzen zu beweisen. Donnergrollen hört man viele Kilometer weit, der unangenehme Ton eines Schreckgerätes reicht manchmal nicht einmal für den eigenen Garten und es werden zwei Geräte aufgestellt.

Das tiefe Frequenzen Paradoxon
Je tiefer die Frequenz wird, desto langsamer wird die hin und her Bewegung der Flimmerhärchen. Eigentlich sollten mit abnehmender Frequenz immer mehr Dezibel erlaubt sein und trotzdem sind immer weniger Dezibel erlaubt. Davor warnt die sinkende Schmerzgrenze in den tiefen Frequenzen. Der Schaden entsteht auch nicht dort wo man ihn erwartet.

Frequenz und Dezibel
Die Frequenz ist eine Zeitangabe und das Dezibel eine Grössenangabe die auf dem Zehnerlogarithmus aufbaut.

Schmerzgrenze   (+ 30 dB)*
120 km/h und 123 km/h ist kein grosser Unterschied, aber 123 Dezibel ist doppelt soviel wie 120 Dezibel. Bei Leise, Normal und sogar für eine begrenzte Zeit bei Laut spielen ein paar Dezibel mehr oder weniger keine grosse Rolle. Kommt man hingegen in den Bereich der Schmerzgrenze, kann jedes Dezibel ein Dezibel zuviel sein. Die Schmerzgrenze ist im Bereich der Schreckgeräte rund 30 Dezibel tiefer als in den mittleren Frequenzen von Musik und Sprache. Dies wird mit der dB(A) Rechnung nicht berücksichtigt.

ISO 226
Die ISO 226 enthält die Kurven gleicher Lautstärke für 20, 40, 60, 80 und 100 Phon. Identisch empfundene Lautstärken haben bei verschiedenen Frequenzen unterschiedlich viel Dezibel. Zusätzlich ändern die Verhältnisse auch noch mit der Lautstärke.

A-Filter   (+ 10 dB)*
Das A-Filter enstand in einer Zeit in der Telefone noch Wählscheiben hatten und Transistor Radios unbekannt waren. Ein Messgerät konnte feststellen welche Frequenz wieviel Dezibel hat. Um die Lärmbelästigung beurteilen zu können wurde mit den damaligen Möglichkeiten ein Filter gebaut das sehr grob auf die 40 Phone Kurve abglich. Dieses Filter wurde dann für sämtliche Lautstärken benutzt, obwohl es nicht einmal für die 40 Phone Kurve stimmt. Das dB(A) war geboren. Wird die Gefährlichkeit eines Schreckgerätes mit dB(A) berechnet, dann wird die Lautstärke vor dem Rechnen auf dem Papier zuerst 10 Dezibel kleiner gemacht.

Messton   ( + 10 dB)*
Musik und Lärm ist ein Gemisch von verschiedenen Frequenzen welche gleichzeitig auf ihre zugehörigen Empfangsstellen im Innenohr treffen. Bei einem Messton wird die Schallenergie auf eine einzige Empfangsstelle konzentriert. Viele Schreckgeräte haben zwar einen automatischen Frequenzwechsel, gleichzeitig gesendet wird aber immer nur eine einzige Frequenz und die ganze Schallenergie wird auf die zugehörige Empfangsstelle im Innenohr konzentriert.
(Gehörsgefährdung + 10 dB) 

Knalltrauma
Kinder sind jeden Tag gleich gross und dennoch werden sie zu Erwachsenen. Prof. Dr. med. Friedrich Pfander untersuchte die Folgen von Schiessübungen. Knalltrauma verursachen augenblicklich Schaden, aber die Folgen erkennt man erst viel später. Wären sie sofort feststellbar, hätte es nie Schiessübungen ohne Gehörschutz gegeben und die Langzeitfolgen wären auch nie untersucht worden. Schreckgeräte verursachen sekundenlange Knalltrauma.

c5-Senke
Unverständlich und kompliziert. Aber gut zu wissen. Hörbare und unhörbare Töne können das Gehör an Stellen schädigen, wo wir es nie erwarten würden. Die c5-Senke, der Nachweis für eine traumatische Hörschädigung. Bei vielen Menschen vorhanden, sowohl Kindern wie Erwachsenen.

Einschwingen
Ohrenärzte müssen in der medizinischen Sichtweise lernen wie äussere Haarzellen den Schall optimal auf die innere Haarzellen lenken. Physikalisch ist es viel einfacher das Innenohr als Prisma zu verstehen, das Schallwellen genau gleich aufsplittet wie wir es von Lichtwellen beim Regenbogen kennen. Allerdings bekommen dadurch die äusseren Haarzellen eine ganz neue Funktion.

Stapedius Reflex
Nachts fallen viele Alltagsgeräusche weg und das Gehör wird empfindlicher für leise Geräusche. Sollte es auf einem Ohr plötzlich lauter werden, dann schützt sich das Gehör in Gewissen Grenzen selbst vor diesen hohen Lautstärken und reduziert auf beiden Ohren die Schallleitung ins Innenohr. Das geschieht in weniger als einer halben Zehntelsekunde. Viel zu langsam für Schreckgeräte mit Bewegungsmelder.

Lug und Trug   (- 50 dB)*
Es wird gelogen bis zum geht nicht mehr. Wenn Behörden und Versicherungen mit dB(A) die Gefahr von Hörschäden vorrechnen, haben wir keine Ahnung was überhaupt gerechnet wird. Schreckgeräte tun nur solange weh, wie es Flimmerhärchen hat die beschädigt werden können. Auch den Tieren tut es nur so lange weh wie Flimmerhärchen beschädigt werden können. Bei Tieren wird Taubheit in einzelnen Frequenzen Gewöhnungseffekt genannt. Weil die meisten Erwachsenen diesen "Gewöhnungseffekt" auch haben, bemerken sie nicht, dass die Schmerzgrenze geändert wurde. Anstatt in den sehr hohen Frequenzen 30 dB runter einfach 20 dB rauf. Damit wird nicht nur die Schmerzgrenze neutralisiert, sondern gleich auch noch die 20 dB korrigiert, die mit A-Filter und Messton gemogelt wurden. Sie haben noch einige "Zaubertricks" mehr auf Lager.

In der Schule waren Dezibel, dB(A) und Schreckgeräte nie ein Thema. Schreckgeräte hätte man bereits vor 1990 verbieten müssen. Die heutigen Verantwortlichen haben ihre Verantwortung geerbt. Es ergeht allen gleich. Irgendwann erkennt man als Anfänger die Gefahr und kann sich nicht gegen die Vertuschung von "Oben" wehren. Ist man endlich selber "Oben", ist man schon lange selber für die Vertuschung mitverantwortlich geworden und hat panische Angst vor Aufklärung.


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